Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) ist ein unabhängiges, interdisziplinär arbeitendes Forschungsinstitut. Es hat die Aufgabe, als selbstständige Forschungseinrichtung grundlagen- und praxisorientierte kriminologische Forschung zu betreiben und zu fördern. Das Institut arbeitet im Rahmen eines Kooperationsvertrages eng mit der Universität Göttingen zusammen.
Seit Februar 2017 veranstaltet das KFN das Kriminologische Kolloquium. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe berichten Wissenschaftler verschiedener Disziplinen über aktuelle Befunde kriminologischer Forschung. Das Kolloquium richtet sich nicht nur an Vertretende aus Wissenschaft und einschlägiger Praxis, sondern an die gesamte Öffentlichkeit.
Zu den Vorträgen und anschließenden Diskussionen sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenlos.
- Wann? einmal im Monat, 18:00 bis ca. 19:30 Uhr
- Wo? digitale Teilnahme - oder - Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen e. V., Lützerodestr. 9, 30161 Hannover
Am Dienstag,03.03.2026 folgt ein Vortrag von Prof. Dr. Andreas Mokros, (FernUniversität Hagen) zum Thema:
Mechanismen eines Mythos: Rituelle Gewalt, Persönlichkeitsspaltung und psychische Kontrolle
Der Begriff „rituelle sexuelle Gewalt“ soll Formen von organisiertem sexuellem Missbrauch bezeichnen, der von massiver Gewalt, unbekannten Täternetzwerken und psychischer Kontrolle über die Opfer geprägt sei. Diese psychische Kontrolle („Mind Control„) soll die Blockade von Erinnerungen, die fortgesetzte Lenkung des Opferverhaltens oder gar eine planvolle Persönlichkeitsspaltung umfassen. Den eindringlichen Schilderungen selbst bekundeter Opfer steht ein Fehlen kriminalistischer Beweise gegenüber. Im Nachgang zur Satanic Panic der 1980er Jahre ist davon auszugehen, dass die einschlägigen Berichte vielmehr die Folge von Suggestion und Scheinerinnerungen sind. Im Vortrag wird die psychologische Implausibilität einer angeblichen „Mind Control“ dargelegt, aber auch auf den Beratungsbedarf der selbst bekundeten Opfer hingewiesen. Daraus ergeben sich Implikationen für die Ausbildung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie für die psychologische Beratung.
Ort online - und Präsenz möglich
Einladung als Flyer
Online-Formular zur Anmeldung




